11 Tipps um die Reichweite auf Facebook zu erhöhen

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Die organische Reichweite auf Facebook sinkt kontinuierlich. Das liegt vor allem daran, dass immer mehr Inhalte veröffentlicht werden – Facebook muss deshalb einen strengen Filter anwenden, damit der Newsfeed der Nutzer nicht überquillt.

Das bedeutet für uns Marketer, dass wir clever sein und attraktive Inhalte erstellen müssen.

In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie du Ideen für geeignete Inhalte und Formate auf Facebook findest, um deine organische Reichweite zu erhöhen.
 

1. Finde und teile populäre Inhalte anderer Facebook-Marketer

Geteilte Inhalte, die bei den Nutzern bereits gut angekommen sind, haben sich bewährt.

Das regelmäßige Teilen von hochwertigen Inhalten ist unabdingbar, um stetig deine Reichweite zu erhöhen und dich zudem als Experte bzw. hochwertige Quelle für deine Fans zu präsentieren.

Doch wie findest du populäre Inhalte zu deinem Thema?

Das Top-Tool, das viele Marketer und auch ich verwenden, ist BuzzSumo.

BuzzSumo bietet viele Suchmöglichkeiten an, z. B. auch den Facebook Analyzer.

Du kannst folgende Filter für die Suche verwenden:

  • Status-Typ: Image, Link, Giveaway, Video, Question, Coupon
  • Keyword-Filter
  • Suche in Facebook-Seiten
  • Filtern nach Sprache (auch Deutsch ist möglich)
  • Filtern nach Zeit (z. B. populäre Posts der letzten 6 Monate)

Nachfolgend einige Beispiele mit dem Stichwort „Yoga“:

buzzsumo-analyzer-facebook

Screenshot: buzzsumo.com

 

2. Re-poste deine eigenen populären Inhalte

Nutze Analytics-Tools, um populäre Inhalte auf deiner Facebook-Seite zu finden.

Oder nutze einfach Facebook Insights. Gehe hierzu auf deiner Facebook Seite im Menü auf „Statistiken“.

analyse mit facebook-insights

Diese Inhalte kannst du nach einer bestimmten Zeit – ich empfehle als Minimum 6 Monate – erneut teilen.

Auch wenn der Content populär war, haben ihn nur wenige Nutzer gesehen. Beim wiederholten Posten haben nun auch die übrigen die Chance, ihn in ihrem Newsfeed angezeigt zu bekommen.

Du solltest hier aber darauf achten, zeitlose Inhalte zu teilen – auch „Evergreen Content“ genannt.

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Auf Twitter wird dies viel häufiger gemacht als auf Facebook. Denn die Nutzungsgewohnheiten auf Twitter sind anders. Das Problem, dass nur ein kleines Segment deiner Follower den Inhalt sieht, ist aber dasselbe.

Du kannst deine Inhalte auf Twitter in viel kürzeren Zeitabständen wiederholt veröffentlichen. Dies funktioniert recht gut – auch wenn ein gewisses Restrisiko bleibt, als Spammer deklariert zu werden. Wähle also nicht zu kurze Zeitabstände.

Es ist völlig legitim, wertvollen und zeitlosen Content wiederholt zu teilen. 🙂

Wie du dies automatisiert erledigen kannst, erkläre ich dir in meinem Gratis-Kurs „Social Media Automation“.

Hier folgt die Übersicht eines Zeitplans, nach dem du vorgehen kannst, wenn du z. B. einen Blogartikel veröffentlicht hast:

zeitplan-social-media

 

3. Nutze angesagte Inhalts-Arten

In meinem Beitrag „Die 6 Content-Arten“ stelle ich dir Formate vor, die bei den Nutzern hohe Interaktionen erzielen und deine Reichweite erhöhen.

Facebook selbst bevorzugt Videos, diese erzielen aktuell die höchsten Reichweiten.

Das liegt auch daran, dass Facebook dieses Format pushen möchte, um mehr und mehr zur Konkurrenz für YouTube zu werden.

Das sollte genutzt werden, um mit Videos die eigene Reichweite zu erhöhen, um wiederum mehr Fans aufzubauen oder Traffic zu generieren.

Hier eine Infografik von Locowise:

facebook-studie-reaktionen-content

Grafik: locowise.com

BuzzSumo ermöglicht es, Inhalte auch nach Videos zu filtern. So kannst du dir populäre Videos anzeigen lassen, um Ideen für eigene Videos zu deinem Thema zu finden.

Facebook bietet auch das Live-Streaming an, dieses erzielt innerhalb des ohnehin sehr erfolgreichen Video-Bereiches die besten Reichweiten.

Auch wenn du dich (noch) nicht traust, live vor eine Kamera zu treten, solltest du die Entwicklung im Auge behalten.
Das Jahr 2017 wird das Video- und Live-Video-Jahr auf Facebook.

Damit kannst du deine Mitbewerber weit hinter dir lassen, da viele diese Formate (noch) nicht nutzen.

 

4. Durchsuche die Inhalte deiner Mitbewerber

Diese versuchen die gleiche Zielgruppe zu erreichen wie du, und du kannst davon profitieren.
Schau einfach, welcher Typ von Inhalten (Bilder, Videos, Zitate etc.) gut ankommt, und nutze dies für eigene Ideen. Kopiere aber nicht 1 : 1.

Geteilte Beiträge, Bilder etc. kannst du natürlich auch auf deiner Seite teilen – dies ist der Sinn und Zweck sozialer Medien.

Mit dem Tool Sociocaster kannst du diese Aufgaben komfortabel erledigen, von Content Curation bis hin zum automatisierten Posten der Inhalte.

Du trägst die Seiten deiner Mitbewerber ein und erhältst als Ergebnis deren populärste Inhalte.

sociocaster-tool-analyse

 
Da Facebook eine soziale Plattform ist, solltest du unbedingt auch Inhalte anderer Experten zu deinem Thema teilen. Damit gibst du deinen Fans interessante, wertvolle Inhalte und machst dich auch selbst zu einer wertvollen Quelle für hochwertigen Content.
 

5. Transformiere erfolgreiche Inhalte in ein neues Format

Wir wissen, dass Videos immer populärer werden – auch auf Facebook.

Was, wenn du einige erfolgreiche Bilder nimmst und daraus ein Video erstellst, z. B. in Form einer Slideshow mit Text und auch Audio?

Vergewissere dich aber, dass du diese Bilder verwenden darfst, oder organisiere dir ähnliche, von denen du dies weißt. Es gibt zahlreiche Datenbanken, deren Bilder du auch für Social Media verwenden darfst.

Selber nutze ich oft Bilder von Pixabay. Diese sind frei von Urheberrechten und unter Creative Commons CC0 veröffentlicht.

Außerdem empfehle ich dir das Tool Canva. Mit diesem kannst du z. B. Zitat-Bilder erstellen und noch vieles mehr.

Um daraus dann ein Video zu erzeugen, empfehle ich dir Adobe Spark Post. Mit diesem Tool gelingt es auch Ungeübten, in kurzer Zeit ein professionell erscheinendes Video zu erstellen, sogar mit Hintergrundmusik oder Vertonung mit der eigenen Stimme.

Das Tool ist genial einfach, du solltest es dir einmal ansehen (es werden auch eine große Auswahl an freien Bildern zur Verfügung gestellt).

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6. Identifiziere die meistgeteilten Inhalte basierend auf Keywords

Mit BuzzSumo kannst du im Internet nach einem bestimmten Keyword suchen und dir die am häufigsten geteilten Inhalte anzeigen lassen.

Wenn du selbst eigene Inhalte teilst, z. B. einen Blogartikel, kannst du schauen, welche Überschriften für die am häufigsten geteilten Inhalte verwendet wurden, und diese entsprechend auch für die eigenen Inhalte verwenden.

meistgeteilten Inhalte Keywords

 

7. Lerne von anderen Marketing-Kanälen

Natürlich sollten wir nicht nur auf Facebook nach guten Inhalten suchen.
Es gibt noch weitere soziale Netzwerke, nicht vergessen werden darf vor allem YouTube.

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine, hier finden sich Videos zu allen erdenklichen Themen und hier haben wir die Möglichkeit, uns über bestimmte Suchwörter Videos anzeigen zu lassen.

Anhand der Views und Likes sehen wir, welche Videos gut ankommen, und können Ideen gewinnen für eigene Inhalte.

youtube-inhalte-ideen

Screenshot: youtube.com

Doch nicht jeder Content ist für jeden Kanal geeignet. Schau daher, welche Content-Formate in welchen Kanälen gut bei den Nutzern ankommen.

Populäre YouTube-Videos werden sicherlich auch auf Facebook erfolgreich sein.

Es versteht sich von selbst, dass du nicht einfach ein Video herunter- und es auf Facebook wieder hochlädst – es sei denn, es ist dein eigenes. 🙂

Lass dich inspirieren, erstelle ein neues Video und versieh es mit deiner eigenen Note.

 

8. Poste zur richtigen Zeit – es ist nicht jene, an die du denkst!

Die Anzahl der Inhalte, die veröffentlicht werden, nimmt stetig zu. Immer mehr Unternehmen und Organisationen sind auf Facebook aktiv.

Der Trick für den Erfolg besteht darin, dass du Inhalte zu einer Zeit veröffentlichst, in der du die höchsten Interaktionen erzielst.

Das ist nicht unbedingt die Zeit, zu der die meisten Nutzer auf Facebook aktiv sind, nämlich während des Tages.

Die meisten Interaktionen passieren in der Nacht!

BuzzSumo hat herausgefunden, dass die meisten Interaktionen zwischen 22 Uhr und Mitternacht stattfinden.

Wie du siehst, ist die Peak-Time für Inhalte um 11 Uhr. Hier ist die Interaktion am geringsten, wahrscheinlich weil um diese Zeit der Newsfeed der Nutzer überquillt vor Inhalten.

Die Nutzer scrollen einfach durch, ohne größere Interaktionen vorzunehmen – die Reizüberflutung lähmt sie.

Aber nachts gibt es weniger neue Inhalte, die Nutzer nehmen sich für diese mehr Zeit und reagieren entsprechend mit einem Like, Kommentar oder Share.

Plane deine Inhalte im Voraus zu verschiedenen Zeiten. Finde heraus, zu welchen Zeiten deine Inhalte die höchsten Interaktionen erhalten.

Das Tool Buffer bietet hierzu eine Analyse an.

 

9. Antworte den Nutzern – Be Social!

Du erstellst wertvolle Inhalte und die Nutzer nehmen sich Zeit und schreiben einen Kommentar. Doch du ignorierst ihn?

Diesen Fehler solltest du auf keinen Fall begehen. Nicht umsonst nennen sich die Plattformen „Social“.

Vermeide es, Inhalte zu veröffentlichen und den Reaktionen dann keine Beachtung mehr zu schenken.

Interagiere mit deinen Nutzern, antworte auf Kommentare, like einen Kommentar etc.

Damit zeigst du Interesse und baust eine enge Bindung zu deinen Fans auf. Dies zahlt sich später aus, und zwar mit mehr Interaktionen auf neue Inhalte.

 

10. Frage deine Fans und fordere sie zu Aktionen auf

Das heißt nicht, dass du schlicht schreiben sollst: „Like, teile meinen Beitrag!“ 🙂

Facebook möchte das nicht und du würdest dir nur schaden.

Teile wertvolle Inhalte, denn deine Fans wollen ja ihren Freunden keinen „Schund“ empfehlen.

Erstelle Inhalte, die quasi automatisch zu einer Aktion, einem Kommentar etc. verleiten.

Hier siehst du ein Beispiel, in dem dezent aufgefordert wird: 🙂

 

11. Halte deine Texte kurz

Mache aus deinen Posts keine Blogartikel. Nutzer sind nicht auf Facebook, um lange Texte zu lesen.

Halte deine Posts kurz und knackig. 🙂

Beiträge zwischen 0 und 50 Zeichen erhalten die höchsten Interaktionen.

Verwende keine überflüssigen Wörter und schreibe, als würdest du einen Titel für einen Artikel verfassen.

 

Fazit

Auch wenn die Reichweite sinkt, solltest du nicht aufhören, Facebook als Marketingkanal zu nutzen.

Facebook ist das größte soziale Netzwerk und wächst weiterhin. Es wird in der Zukunft für Unternehmen noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Es kostet natürlich etwas Arbeit und „Brainstorming“, um Inhalte zu finden, die bei den Fans gut ankommen. Am Testen und Auswerten kommt man nicht vorbei. Wenn du meine Tipps beachtest, wirst du aber schneller zu guten Ergebnissen gelangen.

Du wirst mit Sicherheit nicht gleich Reichweiten von 50 % erzielen. Aber es ist recht einfach, eine Reichweite von bisher 5 % auf 10 % zu erhöhen.

Verwende ein Facebook-Management-Tool, um die vorgenannten Tipps effektiv umzusetzen. Damit sparst du enorm Zeit bei deinen Social-Media-Aktivitäten.

Nutzt du bereits Videos? Welches sind deine bisherigen Erfahrungen? Schreib doch einen Kommentar.

4 Kommentare

  1. Flo 14. Januar 2017 um 19:06 Uhr - Antworten

    Endlich mal ein Beitrag der tatsächlich Mehrwert hat. Danke! 🙂

    • Holger 16. Januar 2017 um 21:59 Uhr - Antworten

      Hallo Flo, freut mich das der Beitrag hilfreich ist.

  2. Alexandra 15. August 2017 um 11:25 Uhr - Antworten

    Hallo Holger, danke für diese super Tipps. Da ist tatsächlich viel möglich. Das mit dem Video probiere ich mal. Aber ist es nicht so, dass die größte Reichweite auf Facebook mit Live-Videos erzielt werden?
    Viele Grüße
    Alexandra

    • Holger 19. August 2017 um 17:38 Uhr - Antworten

      Ja, Facebook Live Videos erzielen eine hohe Reichweite, doch nicht jeder traut sich gleich vor die Kamera. Oft funktionieren hier einfach mit dem Smartphone gemachte Live Videos am besten. Diese sind sehr authentisch und das kommt gut an. Natürlich sollte man sich vorbereiten, ein Schema haben wie das ganze abläuft und am Ende einen Call-to-Action. Viel Erfolg dir

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